Meine Schwangerschaft | Teil 1 – Der Schwangerschaftstest

Ja, ich bin schwanger. Wer mir auf Instagram folgt hat das wahrscheinlich auch schon mitbekommen. ☺️ Mein Mann und ich sind überglücklich darüber, schließlich war für uns schon immer klar, dass wir eines schönen Tages dieses Abenteuer starten möchten und Ende Oktober 2018 stand die Entscheidung dann fest. Lass es uns probieren.

Der erste Zyklus

Gesagt getan, Pille abgesetzt und wie der Rest funktioniert muss ich euch ja nicht weiter erklären denke ich…😅
Und dann ist der erste Zyklus auch schon um, der Tag an dem man normalerweise seine Periode bekommen sollte hat gerade begonnen und die Schwangerschaftstests liegen schon bereit. Man redet sich ein, es kann ja noch gar nicht so schnell funktionieren, schließlich hat man so viele Jahre Hormone geschluckt, die erst mal aus dem Körper müssen. Außerdem hat ja auch der Frauenarzt gesagt man solle sich erst mal bis zu einem Jahr Zeit geben.

Alles völlig logisch natürlich, aber dennoch bleibt im Hinterkopf dieser kleine Funken Hoffnung, es könnte ja doch aus irgendeinem Grund direkt geklappt haben. Also mache ich direkt am Morgen den allerersten Schwangerschaftstest meines Lebens, schließlich soll im Morgenurin der gemessene HCG-Wert am Höchsten sein.
Und dann heißt es warten. Drei Minuten. – Ach das kann ja noch gar nicht geklappt haben, sagt man sich im Kopf, um die Hoffnung gar nicht erst aufkommen zu lassen. Aber sind wir mal ehrlich natürlich waren wir innerlich trotzdem ein klein wenig enttäuscht, als da kein zweiter Strich aufgetaucht ist.

Der zweite Versuch

Also weiter geht’s im nächsten Zyklus. Es ist Dezember und an Weihnachten geht es wie immer in die fränkische Heimat. Ich liebe Weihnachten, auch wenn es durch unzählige Familienbesuche auch immer ein bisschen stressig ist. Zwei Tage vor Weihnachten hatte ich ein paar komische „Schmerzen“ im rechten Unterleib und was macht man natürlich sofort? Richtig, googeln. 🙈 Könnten einfach Anzeichen des Eisprungs sein oder aber auch irgendwelche Einnistungsschmerzen von denen man liest… Wenn man 15 Jahre lang die Pille genommen hat, wie ich, hat man eben keine Ahnung wie sich ein „normaler“ Zyklus anfühlt.

Hilft ja alles nichts, man muss abwarten. Logischerweise habe ich auch die passende App fürs Handy, die einem den Eisprung usw. errechnet und in der man alle möglichen Symptome eingeben und analysieren lassen kann. Ich weiß also am 3. Januar muss ich eigentlich wieder meine Tage bekommen, immer vorausgesetzt mein Zyklus ist regelmäßig. Auch wieder so eine Unbekannte nach dem Absetzen der Pille.

Irgendwie fühle ich mich diesen Monat tatsächlich ein bisschen anders. Immer wieder zwickt und zieht es mal hier und da, also bin ich ehrlicherweise noch ein bisschen hibbeliger, als beim ersten Test. Also wieder das gleiche Spiel. Am Morgen des 3. Januars stehen wir auf und ich mache einen Schwangerschaftstest. Diesmal lässt sich diese hoffnungsvolle Stimme im Kopf nicht ganz so gut unterdrücken. („Denk dran, es ist erst der zweite Zyklus, das wäre schon sehr früh, aber du hast dich ja schon irgendwie anders gefühlt.🤔“) Wieder drei Minuten warten und auf das Fenster schauen. Neben dem Kontrollstrich ist nichts, kein zweiter Strich. – Warten wir mal noch eine Minute, vielleicht dauert es ja auch noch ein bisschen länger. – Nein, leider nichts zu sehen, der Test ist negativ. Ach naja was soll’s. Klar ist die Enttäuschung wieder da, aber es war wie gesagt erst der zweite Versuch, also alles gut. Am darauf folgenden Tag zeigt sich dann auch meine Periode, allerdings nicht so stark wie sonst und diesmal auch nur knapp eineinhalb Tage lang. Hormone stellen den Körper eben ganz schön auf den Kopf und der muss sich erst mal wieder richtig einpendeln.

Dieses komische Gefühl

Auf in den nächsten Zyklus also.😅 In den nächsten Tage fühle ich mich dann immer weider etwas seltsam. Ständig habe ich das Gefühl meine Periode würde bald einsetzen, was ja nicht sein kann. Wirklich kein schönes Gefühl, wie wir Frauen wissen, und innerlich verfluche ich die Pille und die Tatsache, dass sich mein Körper jetzt wieder umstellen muss.

Nach eineinhalb Wochen komisches Gefühl erzähle ich genervt meinem Mann, dass ich mich ständig fühle als würde ich meine Periode bekommen. Seine Reaktion: „Dann mach doch einfach nochmal einen Test, vielleicht bist du ja doch schwanger.“ Eigentlich finde ich es unnötig, es gab ja schließlich schon einen negativen Test und geblutet habe ich auch. Außerdem ist es jetzt Abends und es wird doch immer empfohlen den Test am Morgen zu machen.

Aber was soll’s, genug Schwangerschaftstests hatten wir ja sowieso schon auf Vorrat gekauft.😂 Also ab ins Bad, drauf pinkeln, und den Test hinlegen, um zu warten.
Aber Moment mal, da sind ja jetzt schon zwei Striche, also direkt, ohne jegliche Wartezeit. Ich gehe also mit dem Test zu meinem Mann und zeige es ihm. Wir schauen uns ungläubig an. So schnell kann das doch gar nicht gehen, oder? Man muss doch erst warten und dann kommt irgendwann der zweite Strich, oder nicht? Ein minimales kleines Funkeln in unseren Augen ist zu sehen, aber so ganz erlauben wir uns noch nicht es zu glauben. Vielleicht ist der Test ja kaputt? Sowas kann ja durchaus vorkommen. Wir machen lieber noch einen Test. Da meine Blase nun aber völlig leer ist, heißt es eine Stunde warten und viel Wasser trinken. (Wie lange so eine Stunde doch sein kann)

Ich glaube jetzt geht es wieder, also ab ins Bad und diesmal lasse ich direkt meinen Mann auf den Test schauen, wieder komplett ohne Wartezeit. Eigentlich muss ich das Ergebnis gar nicht sehen, ich weiß sofort was los ist, denn mein Mann fängt an zu weinen. Er ist schon wieder positiv und zwar sowas von positiv. Da sind zwei Striche, klar und deutlich. Wir liegen uns in den Armen und heulen wie zwei Schlosshunde. Es hat tatsächlich geklappt, unfassbar, ich bin schwanger, WIR WERDEN ELTERN.

Schwangerschaftstest

Fortsetzung folgt…

5 Replies to “Meine Schwangerschaft | Teil 1 – Der Schwangerschaftstest

  1. Bei uns hat es auch direkt beim zweiten Zyklus geklappt, ich habe meine Pille aber schon im September 2014 abgesetzt, nach 16 Jahren Dauereinnahme. Im Mai 2017 haben wir dann „probiert“, im Juni hat es geklappt und seit März 2018 haben wir unser kleines Wunder um uns 🙂

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